Franz Brungs

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Franz Brungs
Franz "Goldköpfchen" Brungs (* 4. Dezember 1936 in Bad Honnef) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Franz Brungs hatte seine ersten Erfolge als Mittelstürmer bei Borussia Mönchengladbach in den Jahren vor dem Start der Fußball-Bundesliga 1963. Seine größten sportlichen Erfolge feierte er mit Borussia Dortmund, mit denen er 1965 DFB-Pokalsieger wurde (wobei er allerdings im Finale nicht zum Einsatz kam) und mit dem 1. FC Nürnberg, mit dem er 1968 Deutscher Meister wurde. Brungs traf im Meisterjahr 25 Mal in 34 Spielen und war damit bester Torschütze des FCN und zweitbester der gesamten Liga. Neben diesen beiden Vereinen war Brungs zwischen 1968 und 1971 noch für Hertha BSC Berlin aktiv. In der Saison 1971/72 kehrte Brungs noch einmal von Hertha an den Valznerweiher zurück, konnte aber nichts daran ändern, dass der Club wieder einmal den Aufstieg verpasste. Wenige Spieltage vor dem Ende dieser unerfreulichen Saison, in der der Club statt um den Aufstieg gegen den Abstieg spielte, endete seine stolze Karriere. Er erzielte in 235 Bundesligaspielen 97 Treffer.

Seinen größten Moment in der Bundesliga hatte er am 2. Dezember 1967, als er beim 7:3-Sieg des 1. FC Nürnberg gegen den FC Bayern München fünf Tore gegen Sepp Maier erzielte. Obwohl er als sehr starker Kopfballspieler bekannt war, schoss er in diesem Spiel alle fünf Tore mit dem Fuß. Nach dem Spiel meinte Tschick Cajkovski, der damalige Trainer der Bayern zu ihm: „Auf deine alten Tage lernst du jetzt auch noch das Fußballspielen!“ Doch Brungs vergaß nicht, seine Kollegen Volkert, Cebinac und Starek zu erwähnen: „Den Ausschlag gaben die Kameraden, die mir die Bälle maßgerecht servierten!“ Brungs war an diesem Tag der König einer wie entfesselt aufspielenden Clubelf.

Nach seiner aktiven Karriere war er bei diversen Vereinen als Trainer tätig, bevor er diese Laufbahn 1995 beendete, auch um sich mehr um das von ihm betriebene Lottogeschäft am Kopernikusplatz in Nürnberg kümmern zu können.

Vereine

Spieler

  • 1954–1958 FV Bad Honnef
  • 1958–1960 1. FC Köln
  • 1960–1963 Borussia Mönchengladbach
  • 1963–1965 Borussia Dortmund
  • 1965–1968 1. FC Nürnberg
  • 1968–1971 Hertha BSC Berlin
  • 1971–1972 1. FC Nürnberg

Trainer

  • 1974–1975 FC Stein
  • 1975–1978 SpVgg Büchenbach
  • 1978–1980 FC Herzogenaurach
  • 1980–1982 Kickers Offenbach
  • 1982–1983 SpVgg Fürth
  • 1983–1984 VfB Coburg
  • 1984–1985 SpVgg Bayreuth
  • 1985–1986 VfL Frohnlach
  • 1986–1987 Kickers Offenbach
  • 1987–1989 KSV Hessen Kassel
  • 1990–1991 MTV Ingolstadt
  • 1991 1. FC Schweinfurt 05
  • 1993–1995 Hessen Kassel

Statistik

  • 1. Bundesliga
    54 Spiele; 23 Tore Borussia Dortmund
    97 Spiele; 50 Tore 1. FC Nürnberg
    84 Spiele; 24 Tore Hertha BSC
  • Oberliga West
    24 Spiele; 5 Tore 1. FC Köln
    88 Spiele; 36 Tore Borussia Mönchengladbach
  • Regionalliga Süd
    28 Spiele; 6 Tore 1. FC Nürnberg
  • Endrunde um die Deutsche Meisterschaft
    3 Spiele; 1 Tor 1. FC Köln
  • Europapokal
    1 Spiel; 1 Tor 1.FC Köln
    2 Spiele Borussia Mönchengladbach
    10 Spiele; 8 Tore Borussia Dortmund
    4 Spiele 1.FC Nürnberg
    11 Spiele; 4 Tore Hertha BSC
  • Westpokal
    1 Spiel 1. FC Köln

Erfolge

  • 1960 - DFB-Pokal-Sieger
  • 1965 - DFB-Pokal-Sieger
  • 1968 - Deutscher Meister

Weblinks