Ralf Woy

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Ralf Woy

Ralf Woy (* 10. September 1959) ist ein gelernter Bankkaufmann, der von 2004 - 02/2015 beim 1. FC Nürnberg tätig war.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Hamburger Sparkasse wechselte Woy später zur Noris-Bank, wo er fast 21 Jahre als Vorstand in den Bereichen Vertrieb und Marketing beschäftigt war.

Anfang 2001 wurde er Vorstand der Entrium Bankers AG (später DiBa) – erst Exklusivpartner, in den Spielzeiten 2002/03 und 2003/04 dann Hauptsponsor des 1. FC Nürnberg. Somit war ein enger Kontakt zum Club hergestellt und im Oktober 2003, also gut zwei Monate, nachdem Woy sein früheres Unternehmen verlassen hatte, wurde er in den Aufsichtsrat gewählt und war für den Club in beratender Funktion tätig. Seit 2006 war der Vater von drei Kindern an der Seite von Martin Bader hauptamtlicher Vizepräsident des Club, übernahm dort hauptsächlich die kaufmännische Leitung . Zum Bilanzstichtag war der Club bereits mit über zehn Millionen Euro verschuldet. Mit der Satzungsänderung zum 7. Oktober 2010 nahm Woy als zweites Vorstandsmitglied die Bereiche Finanzen und Verwaltung ein. Anfang Februar 2015 gab man bekannt, dass man sich „in beiderseitigem Einvernehmen mit sofortiger Wirkung“ getrennt hat. Nähere Hintergründe über die Trennung gab es nicht.

Woy ist es gelungen, die Finanzlage beim Club mit tief negativem Eigenkapital zu stabilisieren. Der in der Bilanz der nicht durch Vermögen gedeckte Fehlbetrag ist in seiner Amtszeit konstant gesunken: 2009 lag er noch bei über 9 Millionen Euro, bis zum Juni 2013 schmolz er auf unter 2 Millionen Euro. Woy betont angesichts seines Weggangs, dass der Club auch jetzt keine finanziellen Probleme habe. „Mein Nachfolger wird ein Feld vorfinden, das vernünftig bestellt ist“, sagte er.

Woys Kontrakt beim FCN hatte ursprünglich noch Gültigkeit bis zum 30. September 2015.

Später stellte sich jedoch heraus, dass Woy einen zentralen Bestandteil der Bilanz nicht in die Zusammenfassung des Geschäftsjahres stellte. Die laufenden Verbindlichkeiten nach der Saison 2014/2015 beliefen sich auf 18,8 Millionen, etwaige Rückstellungen für die Rückzahlung der Fananleihe Fehlanzeige. Auch konnte er nicht mehr auf regionale Banken zählen, da Der Club unter seiner Führung in der Region nicht mehr kreditwürdig zu sein schien. So musste er mit dem Internationalen Bankhaus Bodensee in Friedrichshafen, eine Bank mit marktunüblichen, extrem hohen Zinssätzen eine Kooperation eingehen.

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