Julius Uebelein

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Julius “Uttla” Uebelein (* 17. Februar 1916) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er spielte von 1935 bis 1949 beim 1. FC Nürnberg.


Karriere

Uebelein, in den Statistiken zur Unterscheidung zu seinem zwei Jahre älteren Bruder Hans Uebelein oft als „Uebelein II“ bezeichnet, kam 1933 zum 1. FC Nürnberg. Dort spielte er zumeist als Stürmer.

Seine Laufbahn begann er bei der SpVgg Zabo-Eintracht Nürnberg. Bereits als Jugendlicher trainierte er nach seinem Wechsel zum Club regelmäßig mit der ersten Mannschaft und kam in dieser Zeit bereits als Vertreter der Stars Karl Gußner und Max Eiberger zum Einsatz.

Arbeits- und Kriegsdienst, den er im August 1939 als einfacher Soldat antrat, behinderten die Karriere des schnellen, schussstarken und zielsicheren Halblinken. Von Anfang an an der Westfront eingesetzt, später in Belgien stationiert, wurde er 1941 zum Obergefreiten befördert.

Im Krieg spielte er bei der Soldatenmannschaft „Burgstern Noris“. Seine größte Stunde in dieser Zeit schlug, als er 1940 mit dem Club Pokalsieger wurde. Die Club-Verantwortlichen hatten den technisch versierten Stürmer extra aus Frankreich geholt, was während des Krieges natürlich nur schwer durchzuführen war. Der Grund: Der etatmäßige Verteidiger Schorsch Kennemann war kurz vor dem Endspiel an einer Blutvergiftung ausgefallen. Uebelein schaffte die Reise nach Berlin nur ganz knapp. Erst in der Nacht vor dem Spiel kam er dort an.

Im Endspiel 1948 musste der Spielmacher, der seine Gegner oft mit raffinierten Tricks und Täuschungsmanövern an der Nase herumführte, aufgrund einer TBC-Erkrankung, die ihn 1947 gezwungen hatte, ein Sanatorium aufzusuchen, pausieren.

1950 verließ Uebelein den Club und schloss sich der SpVgg Weiden an.

Spiele für den 1. FC Nürnberg:

  • Oberliga Süd: 89 Spiele (31 Tore)
  • insgesamt: 284

Privates

Nach seiner aktiven Zeit betrieb er eine Toto-Lotto-Annahmestelle in der Wodanstraße und betätigte sich als Fußballtrainer. Seine Freizeit verbrachte er gerne in der Hersbrucker Schweiz, wo er zusammen mit seiner Frau Christel ein Haus besaß. Erster Wohnsitz blieb aber immer die Rankestraße in Nürnberg.

Titel/Erfolge

  • Pokalsieger 1935 (mit dem 1. FC Nürnberg)
  • Deutscher Meister 1936
  • Deutscher Vize-Meister 1937
  • Halbfinale im Pokal 1938
  • Pokalsieger 1939 (mit dem 1. FC Nürnberg)

Weblinks