Javier Pinola

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Javier Horacio Pinola (* 24. Februar 1983 in Olivos, Buenos Aires) ist seit 2005 Verteidiger beim 1.FC Nürnberg. Pinola ist Argentinier besitzt aber auch einen italienischen Pass.

Karriere

Als Jugendlicher spielte er bei seinem Heimatverein Huracán. Bis 2002 spielte er in seiner argentinischen Heimat bei CA Chacarita Juniors. Seine erste Station in Europa war ab 2002 der spanische Erstligist Atlético Madrid. Ein Jahr später, 2003, wurde er allerdings an Racing Avellaneda ausgeliehen. Nach 54 Einsätzen und einem Tor kehrte er aber wieder nach Madrid zurück.

Karriere beim 1.FC Nürnberg

Am 13. Juni 2005 gab der 1.FC Nürnberg bekannt, dass er Pinola für eine Saison ausleihen werde. Martin Bader zur Verpflichtung Pinolas: „Horacio passt in unser Anforderungsprofil mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern, die aber in ihren Mannschaften schon Stammspieler sind." 2005/2006 konnte er sich sofort einen Stammplatz erkämpfen und war einer der Leistungsträger im Kampf um den Klassenerhalt. Der 1.FC Nürnberg verlängerte daraufhin den Leihvertrag mit Atlético Madrid.

In der Saison 2006/2007 entwickelte er sich zum Publikumsliebling, was seitdem bei jedem Heimspiel an den "Pinola, Pinola..." Rufen zu erkennen ist. Am 2. Februar 2007, beim 3:0-Sieg gegen den FC Bayern München wurde er von Trainer Hans Meyer Platzverweis gefährdet bereits nach 19 Minuten aus der Partie genommen. Daraufhin schleuderte Pinola sein Trikot Richtung Ersatzbank und verließ wütend den Innenraum. Als Strafe musste er an einer Sitzung der Schiedsrichter Vereinigung Nürnberg teilnehmen.

Am Pokalsieg im Jahre 2007 hatte er einen großen Anteil. Im Viertelfinale gegen Hannover 96 verwandelte er seinen Elfmeter im Elfmeterschießen. Beim Pokalfinale bot er ebenfalls eine überzeugende Leistung und bereitete das Tor von Marco Engelhardt zum 2:1 per Ecke vor.

Ein fester Vertrag, der von beiden Seiten gewünscht wurde, scheiterte lange an den überhöhten Ablöseforderungen von Atletico Madrid, kam letztendlich aber doch zustande. Pinola bekam einen Vertrag bis 2010.

Im Abstiegsjahr konnte er nicht immer an den Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Am 26. September 2007 zog er sich eine Knochenabsplitterung im linken Unterschenkel zu und fiel die gesamte Hinrunde aus. Nach dem Abstieg verabschiedete sich Pinola mit Tränen von der Nordkurve. Daraufhin gründete der Internet Fanclub Internettis die Aktion Pinola muss bleiben. Bei dieser Aktion kamen über 22.500 Einträge zusammen, welche am 29. Juni, in sechs Kartons verpackt, an Pinola übergeben wurden.

Pinola revanchierte sich bei den Fans, in dem er dem Verein weiterhin erhalten blieb. In seiner ersten Saison in der 2.Bundesliga 2008/2009 kam er aufgrund Personalproblemen in der Innenverteidigung mehrfach auf dieser Position zum Einsatz. Für ihn spielte Pascal Bieler als Linksverteidiger.

Nationalmannschaft

Am 19. Mai 2007 wurde Pinola für das Freundschaftsspiel gegen die Schweiz am 2. Juni erstmals in den Kader der argentinischen Nationalmannschaft nominiert; am 5. Juni gab er sein Länderspieldebüt; beim 4:3-Sieg gegen Algerien spielte er über 90 Minuten.

Nationaltrainer Alfio Basile nomierte ihn für die Copa America. Dann wurde er überraschend wieder gestrichen. Für ihn kam Argentiniens Topstar Riquelme ins Aufgebot.

Privat

Pinola ist verheiratet und hat einen Sohn Luciano (*2006).

Weblinks