Andreas Wolf

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Andreas Wolf
Andreas Wolf früher: Andrej Andrejewitsch (* 12. Juni 1982 in Leninabad, heute Chudschand, Tadschikistan) war von 1997 bis 2011 Verteidiger beim 1. FC Nürnberg.

1990 kam der damals 8 Jahre alte Andreas Wolf zusammen mit seinen Eltern nach Ansbach. Bevor er 1997 zum 1.FCN wechselte, spielte er beim SV Pfeil Burk, der ESV Ansbach-Eyb und bei der SpVgg Ansbach.

Karriere

1. FC Nürnberg

Am 09. März 2002 stand er gegen Werder Bremen zum ersten Mal im Profikader. Der damalige Trainer Klaus Augenthaler stellte bei ihm am nächsten Tag eine Alkoholfahne fest und verbannte ihn zu den Amateuren. Wolfs Berater teilte dem 1. FC Nürnberg nach Wolfs Verbannung zu den Amateuren mit, dass er für ihn einen neuen Verein suchen werde. Der damalige Manager Edgar Geenen reagierte darauf, indem er die in Wolfs Vertrag enthaltene Option zog. Aufgrund Personalproblemen musste Augenthaler eine Woche später schon wieder auf Wolf zurückgreifen. Am 23. März 2002 gab er bei der 0:2 Niederlage in Berlin sein Profidebüt. Er ist dadurch der 4000. Bundesligaprofi. In der Saison 2001/2002 kam er noch drei Mal zum Einsatz. In der Saison 2002/2003 kam er lediglich auf 14 Erstliga-Einsätze.

In der Aufstiegssaison 2003/2004 konnte er sich unter Wolfgang Wolf einen Stammplatz erkämpfen. Er kam auf insgesamt 31 Einsätze. 2004/2005 spielte er verletzungsbedingt nur 16 Mal. In der darauffolgenden Saison 2005/2006 formte ihn Trainer Hans Meyer zum Leistungsträger. Er konnte sich technisch immer weiter verbessern und wurde zu einem der zweikampfstärksten Innenverteidigern Deutschlands. 2006/2007 erzielte er beim Spiel gegen Wolfsburg mit dem Kopf sein erstes Bundesligator. Insgesamt kam er auf 32 Einsätze. Beim Pokalfinale in Berlin bereitete er das entscheidende Tor von Jan Kristiansen vor. Das Fußballmagazin kicker wählte ihn zum Spieler des Spiels. Beim Empfang auf dem Nürnberger Hauptmarkt stimmte Wolf das Lied "Alle Blumen blühen..." an. Die Fans wählten ihn zum Spieler der Saison 2006/2007. Sein Name wurde auch immer wieder mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht, zu einem A-Länderspiel kam er jedoch nie. Im Abstiegsjahr 2007/2008 konnte er nicht immer an die Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen, gehörte jedoch immernoch zu den besten Spielern. Zur Saison 2008/2009 wurde er zum Kapitän gewählt, zog sich aber beim Auftaktspiel gegen den FC Augsburg einen Kreuzbandriss zu und fiel die komplette Hinrunde aus. In der Rückrunde gab er dann sein Comeback bis er sich im Spiel gegen Koblenz wieder verletzte. Er fiel erneut lange Zeit aus. In den Spielen mit Wolf kassierte der Club in dieser Saison lediglich drei Tore. In der Saison 2009/2010 bestritt er 29 Bundesligaspiele, ein Pokalspiel sowie die beiden Relegationsspiele gegen Augsburg. Beim 2:1-Heimsieg gegen Schalke am 7. Spieltag der Saison 2010/2011 traf er per Kopf zum 2:1-Endstand. Weitere Treffer ezielte er eine Woche später im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli sowie am 17. Spieltag gegen Hannover. Insgesamt kam er auf 30 Bundesliga- sowie alle vier DFB-Pokalspiele. Sein letztes Pflichtspiel für den 1. FCN machte er im Heimspiel gegen Hoffenheim am 33. Spieltag. Während der Rückrunde 2010/2011 betonte Wolf immer wieder seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern zu wollen, eine Einigung mit dem Verein blieb allerdings aus. Am 31. Mai 2011 beklagte er in einem offenen Brief an die Fans des 1. FC Nürnberg eine mangelnde Wertschätzung ihm gegenüber. Er habe nie das Gefühl gehabt, dass Verein und Trainer ihn "wirklich weiter mit an Bord hätten haben wollen."

Spiele für den 1. FC Nürnberg:

  • Bundesliga: 175 Spiele (6 Tore)
  • 2. Bundesliga: 38 Spiele (1 Tor)
  • DFB-Pokal: 19 Spiele
  • UEFA-Cup: 8 Spiele
  • Relegation: 2 Spiele
  • Ligapokal: 1 Spiel
  • Freundschaft/Test: mind. 131 Spiele (7 Tore)
  • 2. Mannschaft: mind. 58 Spiele (6 Tore)

(letzter Einsatz: am 34. Regionalliga-Spieltag der Saison 2015/16)

Besonderheit: Nur Thomas Brunner, Andreas Köpke, Raphael Schäfer, Javier Pinola und Dieter Eckstein haben mehr Bundesliga-Einsätze für den Club vorzuweisen (siehe auch: Liste aller Bundesliga-Spieler).

Werder Bremen und Monaco

Nachdem er bei vielen Vereinen im Gespräch war, gab der SV Werder Bremen am 3. Juli 2011 bekannt ihn für zwei Jahre mit Option zu verpflichten. Nach 15 Einsätzen in der Bundesliga und einem Pokalspiel gab Werder am 23. Januar 2012 Wolfs Wechsel zum AS Monaco in die zweite französische Liga bekannt. Er unterschrieb bei den Monegassen einen Dreieinhalbjahresvertrag bis zum 30. Juni 2015. In der Saison 2012/2013 war Andreas Wolf als Kapitän vom AS Monaco maßgeblich am Aufstieg in die Ligue 1 beteiligt. Aufgrund vieler Neueinkäufe kam er in der Saison 2013/14 jedoch nur zu einem Einsatz. In der Winterpause der Saison 2013/14 äußerte er öffentlich seinen Wunsch wieder nach Deutschland zurückzukehren, da er in Monaco keine sportliche Zukunft für sich sehe. Aufgrund dessen löste er am 3. Juli 2014 seinen ursprünglich bis 2015 laufenden Vertrag auf.

Nationalmannschaft

Andreas Wolf gewann erste internationale Erfahrung durch die Berufung in die DFB-Jugendnationalteams von der U-17 bis zur U-21.

Trainerkarriere

Am 5. September 2014 wurde bekannt, dass Wolf ab sofort Teil des Trainerteams im NachwuchsLeistungsZentrum des 1. FC Nürnbergs wird.

Er übernahm den Posten des Co-Trainers in der U21 unter Roger Prinzen und fungierte in der Saison 2015/16 auch als Standby-Profi.

Nach Vertragsende im Juni 2016 verließ er den Verein. Er hatte ein weiteres Engagement ausgeschlagen, in welchem man ihm den U13 Trainerposten angeboten hatte.

Privat

Am 31. Mai 2008 heiratete Wolf seine Freundin Sandra. Am 3. Mai 2009 kam seine erste Tochter Mila Angelina zur Welt.

Weblinks

Titel / Erfolge

  • Aufstieg in die Bundesliga 2004 (mit dem 1. FC Nürnberg)
  • Spieler der Saison 2006/2007
  • Deutscher Pokalsieger 2007 (mit dem 1. FC Nürnberg)
  • Aufstieg in die Bundesliga 2009 (mit dem 1. FC Nürnberg)